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Musik zur Marktzeit – Orchesterleitungsklasse

Suite von Leoš Janáček

Am Donnerstag, 11. April wird um11 Uhrdie erste ‚Musik zur Marktzeit‘ nach den Osterferien erklingen. Dirigierstudierende der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg und der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen, Dirigierklasse Prof. Johanna Irmscher, bringen die Symphonie g-Moll K 183 von Wolfgang Amadeus Mozart und Sätze aus der Suite für Streichorchester von Leoš Janáček zur Aufführung.

Die Symphonie g-Moll, ein Jugendwerk von Mozart, entstand wohl um 1773 und wurde 1783 von ihm in Wien uraufgeführt. In seiner Lieblingstonart g-Moll geschrieben, hat das symphonische Werk mit Oboen, Hörnern und Streichern besetzt zu mancherlei vergleichenden Betrachtungen zu seiner späteren berühmten Symphonie g-Moll KV 550 geführt. So sind z. B. thematische Anklänge in den leidenschaftlichen Ecksätzen zu erkennen. Auch ist die frühe Symphonie Mozarts in vier Sätzen gearbeitet und enthält in der düsteren  romantischen  Tonart g-Moll  ein aufhellendes Trio in G-Dur.

Ebenfalls ein Frühwerk ist die „Suite für Streichorchester" des tschechischen Komponisten Leoš Janáček. Seine Streichersuite in g-Moll wurde 1877 komponiert, 1878 in Brünn uraufgeführt, vom Komponisten aber erst 1926 veröffentlicht. Auffallend sind viele musikalisch melancholische Stimmungsbilder und die sensible Verwendung von Solostimmen. Das einleitende Moderato sowie ein freches Scherzo bilden dazu erfrischende Gegensätze. Janáček, ein Freund Antonin Dvořáks, wurde zu seiner Zeit außerhalb Tschechiens kaum wahrgenommen. Heute gilt er als große Entdeckung im Konzertsaal.

Es musizieren ‚Ein Orchester‘ (Konzertmeisterin Katja Schönwitz) unter der dirigentischen Leitung von David Bosch, Marcel Martinez, Capucine Payan, Daniel Tepper und Urs Bicheler

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.