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Foto: Kilian Brunner

Orgelfahrt der Hochschule in den Schwarzwald

 

Zu Semesterbeginn, am 9. und 10. April 2018, machten sich Studierende und Dozenten der Hochschule für Kirchenmusik unter der Reiseleitung von Prof. Ruben J. Sturm gemeinsam auf den Weg zur Orgelfahrt in den Schwarzwald. Ein grandioser Auftakt war die Besichtigung der Orgelbauwerkstatt Rohlf in Neubulach/Seitzental. Dort bekamen wir durch die Führung des Gründers Johannes Rohlf einen sehr interessanten Einblick in die hohe Kunst des Orgelbaus. Der Chef ließ es sich außerdem nicht nehmen, uns eine seiner Orgeln in Altensteig persönlich vorzustellen. Von Altensteig ging es weiter nach Nagold, wo wir die faszinierende Orgel von Weigle/Trefz/Mauch der Stadtkirche besichtigen und spielen konnten. Nach einem leckeren Mittagessen bei frühlingshaftem Wetter ging die Reise romantisch weiter, denn in Schramberg konnten wir zwei einzigartige Instrumente der Romantik bestaunen. Nach einem ereignisreichen und erfüllenden Tag ließen wir den Abend bei gutem Essen in geselliger Runde ausklingen.

Am nächsten Tag standen vier weitere spannende Orgeln in Villingen auf dem Programm. Es ist bemerkenswert, wie viele unterschiedliche Orgeln sich in einem kleinen Städtchen wie Villingen befinden, von alt-, klassisch französisch, Spätbarock bis frühe Romantik. Interessant war auch die Sandtner Orgel im Villinger Münster. Denn obwohl es der gleiche Orgelbauer wie im Rottenburger Dom ist, sind doch beide Instrumente sehr verschieden. Als letzte Station unserer spannenden Exkursion ging es in die Stadtkirche nach Horb. Dort konnten wir die Orgel im süddeutschen Barockstil (2015 Neubau durch Tilman Trefz, Stuttgart) mit ihrem außergewöhnlich schönen und alten Prospekt bestaunen.

Voll neuer Klangeindrücke fuhren wir erfüllt nach Rottenburg zurück und danken Herrn Sturm für die toll organisierte, vielfältige Exkursion, besonders aber auch für seine grandiosen Improvisationen, bei denen wir die Orgeln in all ihren verschiedenen Facetten erleben durften.

Bericht von Lucia Carstens, Theresa Hagmeyer, Andreas Kaiser

 

 

Montag 9. April

08.00 Abreise, anschließend Besuch der Orgelbaufirma Rohlf, Neubulach
11.00 Altensteig Ev. Kirche (Rohlf-Orgel von 2002, III/27)
14.00 Stadtkirche Nagold (Orgel von 1969/2012 von Weigle/Trefz/Mauch, IV/60)
16.30 Schramberg Heilig-Geist-Kirche (Späth-Orgel von 1925, II/35)
17.30 Schramberg St. Maria (Walcker-Orgel von 1844, III/36)

Dienstag 10. April Villingen/Schwarzwald

09.00 Evangelische Kirche (Schildknecht-und-Bergmann-Orgel von 1838, II/30)
10.00 Kapelle St. Ursulakloster (Weber-Orgel im klassisch-franz. Stil von 1995, III/27)
11.00 Münster ULF (Sandtner-Orgel von 1983, III/60)
14.00 Benediktinerkirche (rekonstruierte Orgel nach Silbermann 1752 von Kern 2002, III/36)
17.00 Horb Stadtkirche (Orgel von Tilman Trefz im süddeutschen Barockstil von 2015, II/34)

18.45 Ankunft Rottenburg


Vier Preisträger beim Chorleitungswettbewerb „Spitzenklänge“

Rottenburg/Regensburg (Februar 2018).

Klara Rücker, Kirchenmusikerin in Kornelimünster/Roetgen,  und  Max  Rädlinger,  Kirchenmusiker  in  Donaustauf,  sind  beim Chorleitungswettbewerb  „Spitzenklänge“  mit  einem  zweiten  Preis  ausgezeichnet worden. Einen dritten Preis erhielten Patrick Cellnik, der unter anderem als musikalischer Assistent des Domkapellmeisters am Kölner Dom für den Knabenchor tätig ist, sowie Frederik Punsmann, Kirchenmusiker in Haan und Gruiten. Ein erster Preis wurde von der Jury (Prof. Alexander Burda/Rottenburg, Prof. Kunibert Schäfer/Regensburg, DKM Christian Schmitt/Rottenburg, UMD Jan Schumacher/Frankfurt und DMD Dr. Marius Schwemmer/Passau) in diesem Jahr nicht vergeben. 

Der vom Allgemeinen Cäcilien-Verband (ACV) für Deutschland initiierte Wettbewerb fand von Freitag, 2., bis Sonntag, 4. Februar 2018, in Rottenburg am Neckar zum zweiten  Mal  statt. Kooperationspartner  des  Wettbewerbs  sind  die  Hochschule  für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Dommusik Rottenburg. Dieser in Deutschland einmalige Wettbewerb will junge katholische Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker mit Schwerpunkt Chorleitung, die exemplarisch im Laienchorbereich arbeiten, fördern und ihnen die Möglichkeit geben, ihre pädagogischen und künstlerischen  Leistungen  auf  diesem  Feld  zu  präsentieren  und  zum  Vergleich  zu stellen.


Professor Olivier Latry (Notre Dame de Paris) im Rottenburger Dom

Professor Olivier Latry faszinierte mit seinem Orgelspiel die Zuhörer!

Am 4. März 2018 konzertierte der Titularoganist an Notre Dame de Paris im Dom St. Martin, Rottenburg. Etwa 500 Zuhörer – der Dom war gefüllt wie sonst nur an hohen Festtagen – lauschten dem brillanten Orgelspiel. Latry trug eine barocke Orgelsuite, 1er Livre d´orgue, von Pierre Du Mage (gest. 1751) vor sowie Werke der französischen Romantik, darunter 2ème Choral von César Franck (gest. 1890) und Fantasmagorie und Litanies von Jehan Alain (gest. 1940). Den Abschluss des Konzerts bildete eine fulminante Improvisation über das Kirchenlied „Aus tiefer Not schrei ich zu Dir“.


Studierende der Hochschule konzertierten in Rangendingen

Am Sonntag, 25. Februar 2018  konzertierten Lucia Carstens, Min Jung, Seoyoung Park, Andreas Kaiser, Gabriel Moll sowie der Rangendinger Organist und Assistent der Hochschulleitung Matthias Heid in der Reihe „Rangendinger Konzerte“ in der St. Gallus-Kirche. Das Konzert stand unter dem Motto „Hits der Orgelmusik“ und brachte im Rahmen des Jubiläums „300 Jahre Kirchenchor Rangendingen – 30 Jahre Jann-Orgel Rangendingen“ berühmte Orgelwerke und interessante Bearbeitungen aus mehreren Jahrhunderten zu Gehör, wie z.B. von J.S. Bach (Toccata d-Moll), C. Franck, A. Guilmant und F. Mendelssohn (Hochzeitsmarsch). Dazu kamen Werke für Gesang und Orgel zur Aufführung, darunter das berühmte Largo von G. Fr. Händel und weitere Werke von G. Caccini und G. Giordani.

Die Hochschule für Kirchenmusik pflegt seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit Rangendingen, welche sich darin ausdrückt, dass viele Studierende dort als nebenberufliche Kirchenmusiker tätig waren/sind und die große Jann-Orgel für Unterricht und Prüfungen zur Verfügung steht.

Dieser Link führt zum Pressebericht der Südwestpresse vom 27. Febr. 2018.


Foto: Wolfgang Gauch

Rossinis Petite Messe solennelle in der Tübinger Stiftskirche

In einem umjubelten Konzert im Rahmen der Motette in der Tübinger Stiftskirche am 27. Januar 2018 führte der gemeinsame Hochschulchor der Kirchenmusikhochschulen Rottenburg und Tübingen unter der Leitung von Prof. Alexander Burda Gioachino Rossinis Petite Messe solennelle auf und präsentierte damit die Früchte engagierter und intensiver Arbeit der beteiligten Studenten im ausklingenden Wintersemester. Mit Prof. Jens Wollenschläger am neuen Bösendörfer-Flügel der Tübinger Stiftskirche und Gabriel Moll (MA Orgel, HfK Rottenburg) am Harmonium sowie den Solisten Nora B. Hagen, Anne Greiling, Stephan Frieß und Thomas Scharr standen dem Chor sechs wundervolle musikalische Partner zur Seite.

 

Dazu schreibt die Südwestpresse 29. Januar 2018:

„Dank gebührt den Hochschulen für Kirchenmusik und der Motette, dass sie zum freien Spendeneintritt derartige Großprojekte, quasi eine ‚Doppelmotette‘ stemmen. Publikumszuspruch belohnt das: bis in Seitenschiffe und Emporen war die geräumige Stiftskirche gefüllt, sogar in die Nachbarkreise hat sich die Qualität der Aufführungen unter Christian Fischer und Alexander Burda, der diesmal dirigierte, herumgesprochen. Burda ließ ganz selbstverständlich entspannt Flügel (Jens Wollenschläger) und Harmonium (Gabriel Moll) aus piekfeinem piano in die Kirchenakustik hineinwachsen, wobei diese sich als sehr Flügel-förderlich erwies. Feinste Nuancen, aber auch adäquates Gegengewicht zum tosenden Tutti des Chores waren kein Problem, das Harmonium fügte sich als Bläserersatz und Chorstütze farbig ein. […]

Konzentriert agiert der Chor, nach längeren Solopassagen stets frisch zupackend und dramatisch klangvoll bis zu den Credo-Einwürfen und dem großartigen ‚Dona nobis pacem‘. In jedem Einzelton spürt und hört man, dass hier eine Gemeinschaft musikalisch intelligenter Sänger am Werke ist.

Im Agnus Die konnte man nochmals die Opernweite der strahlenden, in Tiefe und Belcanto-Figuren tragfähigen Altstimme von Anne Greiling bewundern, die mit ihren Kollegen ein erfreulich homogenes Quartett bildete. Da finden sich Sänger zusammen, die den idealen Mittelweg zwischen Oper und Konzertklang beschreiten können.

Thomas Scharrs Barbiere-Bariton zeigt im Quoniam mit seinem ‚fratelli d’Italia‘-Vorspiel metallenen Schmelz, Tenor Stephan Frieß spielt die Italianità des ‚Domine Deus‘ genussvoll aus […]. Nora B. Hagen legt ihre kopfige Sopranstimme behaglich leicht über das Ensemble, bittet in der […] Solohymne […] kraftvoll um Hilfe. […] Jubelnder Beifall.“


Workshop mit Alastair Thompson am 28. Nov. 2017

Alastair Thompson, als Tenor Gründungsmitglied der berühmten „King's Singers“ und später Dozent für Gesang an mehreren deutschen Hochschulen, begeisterte am 28. November in einem ganztägigen Workshop die Rottenburger Chorleitungs-Studenten und Gäste der Tübinger Partnerhochschule. Ob in der Arbeit mit Dirigenten vor dem Chor oder mit kleinen Vokalensembles aus den Reihen der Studierenden, die sich eigens für den hohen Besuch zusammengefunden hatten: Immer verstand es Alastair Thompson die Suche nach einem lockeren, homogenen und ausdrucksvollen Ensembleklang mit Anspruch und Freude zu vermitteln. Dank an das Amt für Kirchenmusik für die Ermöglichung des Workshops und Dank an Alastair Thompson für einen schönen und motivierenden Tag!


Meisterkurs mit Prof. Harald Vogel (Bremen) am 27. und 28. Okt. 2017

Am 27. und 28. Oktober 2017 fand in der Tübinger Stiftskirche und in der ev. Stadtkirche Marchbach/N. ein Meisterkurs für historische Aufführungspraxis mit Prof. Harald Vogel aus Bremen statt.

Studierende der Kirchenmusikhochschulen Rottenburg und Tübingen konnten Prof. Harald Vogel, eine führende Autorität auf dem Gebiet der Interpretation der deutschen Orgelmusik aus der Gotik, der Renaissance und der Barockzeit, ihre erarbeiteten Werke vorspielen und interpretatorisch arbeiten.

Einige Gasthörer ließen sich ebenfalls von den umfassenden Kenntnissen bereichern und für ihre eigene Orgelinterpretationen inspirieren.


Premiere an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg am Neckar:
Der erste Workshop für Saxophon und Orgel

Vom 6. bis 8. Oktober bekamen wir Besuch von sechs Hobbysaxophonisten und ihrer Dozentin Jolanta Lerch. Gemeinsam erarbeiteten fünf Studierende der Hochschule für Kirchenmusik mit ihnen Werke verschiedener Epochen und Stilrichtungen. Dabei betreute jeder Studierende ein bis zwei Saxophonisten und konnte individuell auf dessen Wünsche und musikalischen Fragen eingehen. Dabei erhielten wir wertvolle Tipps von Orgelprofessor Stefan Palm und Jolanta Lerch. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit der gegenseitigen Hospitation und konnten so verschiedene Arbeitsweisen kennenlernen.

Ausklang des dreitägigen Workshops war ein gemeinsames Konzert, bei dem die erarbeiteten Werke vorgetragen wurden. Eine besondere Herausforderung war neben den solistischen Beiträgen das Spielen im Ensemble mit bis zu vier Saxophonen verschiedener Stimmlagen. Unter anderem wurden Teile aus der Messe in D von Antonin Dvorák sowie Händels bekanntes Orgelkonzert „Der Kuckuck und die Nachtigall“ und das „Halleluja“ aus dem Messias aufgeführt.

Es war sowohl für die Saxophonisten, als auch für uns Organisten eine besondere musikalische Erfahrung. Vielen Dank an Stefan Palm und Jola Lerch, die uns diesen tollen Workshop ermöglicht haben. Für nächstes Jahr ist bereits die Fortsetzung unter dem Motto „Rottenburger Saxophontage“ geplant.

(Lucia Carstens, Andreas Kaiser)

 

 


Alexander Burda – Professor für Chorleitung

(Rottenburg, 20. Juli 2017) Alexander Burda, seit Oktober 2016 Dozent an der Rottenburger Hochschule für Kirchenmusik, hat von Bischof Dr. Gebhard Fürst den Professorentitel verliehen bekommen. Damit komplettiert Alexander Burda das Professoren-Kollegium der Hochschule zusammen mit Rektor Stefan Palm (Orgel), Prorektor Ruben J. Sturm (Orgel), Gerd Kaufmann (Tonsatz und Orgelimprovisation) und Dr. Inga Behrendt (Gregorianik/Deutscher Liturgiegesang).


Neu: „Mittagsmusik in der Galerie“

„Mittagsmusik in der Galerie“ heißt ein neues Format, das den Studierenden der Hochschule zusätzliche Auftrittserfahrung ermöglicht.

Jeden Mittwoch während des Semesters von 12.00 bis ca. 12.08 Uhr erklingen im akustisch gut klingenden und bis jetzt so nicht genutzten Flur im Erdgeschoß verschiedenste Werke von ernst bis heiter für Gesang, Chor, Klavier, Orgel, Gregorianik oder Sprechen.

Herzliche Einladung zu diesem wöchentlichen kurzen musikalischen Ohrenschmaus.

 

 

 


Konzert zu Ehren von Weihbischof Dr. Johannes Kreidler

Am Mittwoch, 5. Juli 2017 fand ein Konzert zu Ehren von Weihbischof Dr. Johannes Kreidler anlässlich seiner Verabschiedung als Hauptabteilungsleiter im Musiksaal der Hochschule statt.

Das Konzert wurde von Dozenten und dem Kammerchor der Hochschule für Kirchenmusik gestaltet.

Es erklangen Werke für vier Orgeln, gespielt von Kirsten und Ruben Sturm, Gerd Kaufmann und Stefan Palm. Die Gesangsdozenten Christine Müller (Mezzosopran) und Jürgen Ochs (Tenor) trugen, am Flügel von Klavierdozentin Nieneke Hamann begleitet, Lieder von Franz Schubert und Gabriel Fauré vor. Der Kammerchor der Hochschule sang unter der Leitung von Alexander Burda einige Liebeslieder Walzer von Johannes Brahms, am Flügel begleitet von Nieneke Hamann und Stefan Palm.

Die feierliche Laudatio hielt Rektor emeritus Prof. Bernhard Schmid.

Die Hochschule wünscht Weihbischof Dr. Johannes Kreidler für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute und begrüßt herzlich seinen Nachfolger Dr. Gerhard Schneider im Amt des Hauptabteilungsleiters.


Verleihung des Pfleghofstipendiums 2017

Am Montag, 3. Juli 2017 wurden den beiden diesjährigen Preiträgerinnen des Orgelstipendiums Verena Westhäußer und Theresa Hagmeyer die Urkunde und das Stipendium überreicht, welches vom Verein der Freunde und Förderer unserer Hochschule ausgeschrieben wird. Die Preisträgerinnen gestalteten am  5. Juni und 3. Juli im Rahmen der Abendsoirée in der Kapelle des Tübinger Pfleghofs ein Orgelkonzert.