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Stilkopie einer iberischen Barockorgel des 17. Jahrhunderts / Orgelbauer Joaquín Lois Cabello
(c) Hochschule für Kirchenmusik

Nachbau einer spanischen Barockorgel des 17. Jhd. in der St. Theorderich Kapellle

Zur Zeit befindet sich in der Theoderichskapelle in Rottenburg eine spanische Orgel. Diese Orgel ist als Stilkopie einer iberischen Barockorgel des 17. Jahrhunderts im Jahre 2010 neu erbaut worden. Der Orgelbauer ist Joaquín Lois Cabello aus Tordesillas, Valladolid (Spanien). Er hat sich zur Aufgabe gemacht, die iberische Orgelbaukunst und Orgelkunst weiter zu verbreiten und bekannt zu machen.

Die iberische Orgelkultur ist sehr speziell und hat bislang noch keinen Niederschlag in den Lehrplänen der Musikhochschulen gefunden. Auch im Konzertleben spielen sie eine eher nebensächliche Rolle. Der Orgelbauer Joaquín Lois hat sich daher – mit viel Idealismus – zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern: Er stellt sein hochwertiges Instrument Musikhochschulen jeweils für etwas ein Jahr KOSTENLOS zur Verfügung. Die Institute tragen jeweils nur die Kosten für Transport und Aufbau. Der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg e.V. hat dieses Projekt großzügig unterstützt.

Felipe López aus Madrid konzertiert am 17. Oktober 2018 um 19 Uhr in der St. Theoderich Kapelle (Seebronner Str.) und bringt spanische Orgelmusik zu Gehör. Spanische Orgelmusik auf der historischen Orgel


Zweiten Preis für Jana Gropp, Sopran (links) und Theresa Hagmeyer, Orgel / (c) Hochschule für Kirchenmusik

Internationaler Wettbewerb für Duo Orgel/Gesang in Neuss

Beim 4. Internationalen Wettbewerb für Duo Orgel/Gesang in Neuss wurde Theresa Hagmeyer mit ihrer Duopartnerin Jana Gropp, Sopran sowohl mit dem zweiten Preis der Jury als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 20 Duos aus Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien und Korea hatten sich angemeldet. 10 Duos wurden nach der Vorauswahl per Tonaufnahme zugelassen, vier Duos erreichten das Finale.
Theresa Hagmeyer (Orgelklasse Prof. Stefan Palm) studiert im 8. Semester BA in der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart.


Foto: Kilian Brunner

Orgelfahrt der Hochschule in den Schwarzwald

 

Zu Semesterbeginn, am 9. und 10. April 2018, machten sich Studierende und Dozenten der Hochschule für Kirchenmusik unter der Reiseleitung von Prof. Ruben J. Sturm gemeinsam auf den Weg zur Orgelfahrt in den Schwarzwald. Ein grandioser Auftakt war die Besichtigung der Orgelbauwerkstatt Rohlf in Neubulach/Seitzental. Dort bekamen wir durch die Führung des Gründers Johannes Rohlf einen sehr interessanten Einblick in die hohe Kunst des Orgelbaus. Der Chef ließ es sich außerdem nicht nehmen, uns eine seiner Orgeln in Altensteig persönlich vorzustellen. Von Altensteig ging es weiter nach Nagold, wo wir die faszinierende Orgel von Weigle/Trefz/Mauch der Stadtkirche besichtigen und spielen konnten. Nach einem leckeren Mittagessen bei frühlingshaftem Wetter ging die Reise romantisch weiter, denn in Schramberg konnten wir zwei einzigartige Instrumente der Romantik bestaunen. Nach einem ereignisreichen und erfüllenden Tag ließen wir den Abend bei gutem Essen in geselliger Runde ausklingen.

Am nächsten Tag standen vier weitere spannende Orgeln in Villingen auf dem Programm. Es ist bemerkenswert, wie viele unterschiedliche Orgeln sich in einem kleinen Städtchen wie Villingen befinden, von alt-, klassisch französisch, Spätbarock bis frühe Romantik. Interessant war auch die Sandtner Orgel im Villinger Münster. Denn obwohl es der gleiche Orgelbauer wie im Rottenburger Dom ist, sind doch beide Instrumente sehr verschieden. Als letzte Station unserer spannenden Exkursion ging es in die Stadtkirche nach Horb. Dort konnten wir die Orgel im süddeutschen Barockstil (2015 Neubau durch Tilman Trefz, Stuttgart) mit ihrem außergewöhnlich schönen und alten Prospekt bestaunen.

Voll neuer Klangeindrücke fuhren wir erfüllt nach Rottenburg zurück und danken Herrn Sturm für die toll organisierte, vielfältige Exkursion, besonders aber auch für seine grandiosen Improvisationen, bei denen wir die Orgeln in all ihren verschiedenen Facetten erleben durften.

Bericht von Lucia Carstens, Theresa Hagmeyer, Andreas Kaiser

 

 

Montag 9. April

08.00 Abreise, anschließend Besuch der Orgelbaufirma Rohlf, Neubulach
11.00 Altensteig Ev. Kirche (Rohlf-Orgel von 2002, III/27)
14.00 Stadtkirche Nagold (Orgel von 1969/2012 von Weigle/Trefz/Mauch, IV/60)
16.30 Schramberg Heilig-Geist-Kirche (Späth-Orgel von 1925, II/35)
17.30 Schramberg St. Maria (Walcker-Orgel von 1844, III/36)

Dienstag 10. April Villingen/Schwarzwald

09.00 Evangelische Kirche (Schildknecht-und-Bergmann-Orgel von 1838, II/30)
10.00 Kapelle St. Ursulakloster (Weber-Orgel im klassisch-franz. Stil von 1995, III/27)
11.00 Münster ULF (Sandtner-Orgel von 1983, III/60)
14.00 Benediktinerkirche (rekonstruierte Orgel nach Silbermann 1752 von Kern 2002, III/36)
17.00 Horb Stadtkirche (Orgel von Tilman Trefz im süddeutschen Barockstil von 2015, II/34)

18.45 Ankunft Rottenburg


Vier Preisträger beim Chorleitungswettbewerb „Spitzenklänge“

Rottenburg/Regensburg (Februar 2018).

Klara Rücker, Kirchenmusikerin in Kornelimünster/Roetgen,  und  Max  Rädlinger,  Kirchenmusiker  in  Donaustauf,  sind  beim Chorleitungswettbewerb  „Spitzenklänge“  mit  einem  zweiten  Preis  ausgezeichnet worden. Einen dritten Preis erhielten Patrick Cellnik, der unter anderem als musikalischer Assistent des Domkapellmeisters am Kölner Dom für den Knabenchor tätig ist, sowie Frederik Punsmann, Kirchenmusiker in Haan und Gruiten. Ein erster Preis wurde von der Jury (Prof. Alexander Burda/Rottenburg, Prof. Kunibert Schäfer/Regensburg, DKM Christian Schmitt/Rottenburg, UMD Jan Schumacher/Frankfurt und DMD Dr. Marius Schwemmer/Passau) in diesem Jahr nicht vergeben. 

Der vom Allgemeinen Cäcilien-Verband (ACV) für Deutschland initiierte Wettbewerb fand von Freitag, 2., bis Sonntag, 4. Februar 2018, in Rottenburg am Neckar zum zweiten  Mal  statt. Kooperationspartner  des  Wettbewerbs  sind  die  Hochschule  für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Dommusik Rottenburg. Dieser in Deutschland einmalige Wettbewerb will junge katholische Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker mit Schwerpunkt Chorleitung, die exemplarisch im Laienchorbereich arbeiten, fördern und ihnen die Möglichkeit geben, ihre pädagogischen und künstlerischen  Leistungen  auf  diesem  Feld  zu  präsentieren  und  zum  Vergleich  zu stellen.

Professor Olivier Latry (Notre Dame de Paris) im Rottenburger Dom

Professor Olivier Latry faszinierte mit seinem Orgelspiel die Zuhörer!

Am 4. März 2018 konzertierte der Titularoganist an Notre Dame de Paris im Dom St. Martin, Rottenburg. Etwa 500 Zuhörer – der Dom war gefüllt wie sonst nur an hohen Festtagen – lauschten dem brillanten Orgelspiel. Latry trug eine barocke Orgelsuite, 1er Livre d´orgue, von Pierre Du Mage (gest. 1751) vor sowie Werke der französischen Romantik, darunter 2ème Choral von César Franck (gest. 1890) und Fantasmagorie und Litanies von Jehan Alain (gest. 1940). Den Abschluss des Konzerts bildete eine fulminante Improvisation über das Kirchenlied „Aus tiefer Not schrei ich zu Dir“.


Studierende der Hochschule konzertierten in Rangendingen

Am Sonntag, 25. Februar 2018  konzertierten Lucia Carstens, Min Jung, Seoyoung Park, Andreas Kaiser, Gabriel Moll sowie der Rangendinger Organist und Assistent der Hochschulleitung Matthias Heid in der Reihe „Rangendinger Konzerte“ in der St. Gallus-Kirche. Das Konzert stand unter dem Motto „Hits der Orgelmusik“ und brachte im Rahmen des Jubiläums „300 Jahre Kirchenchor Rangendingen – 30 Jahre Jann-Orgel Rangendingen“ berühmte Orgelwerke und interessante Bearbeitungen aus mehreren Jahrhunderten zu Gehör, wie z.B. von J.S. Bach (Toccata d-Moll), C. Franck, A. Guilmant und F. Mendelssohn (Hochzeitsmarsch). Dazu kamen Werke für Gesang und Orgel zur Aufführung, darunter das berühmte Largo von G. Fr. Händel und weitere Werke von G. Caccini und G. Giordani.

Die Hochschule für Kirchenmusik pflegt seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit Rangendingen, welche sich darin ausdrückt, dass viele Studierende dort als nebenberufliche Kirchenmusiker tätig waren/sind und die große Jann-Orgel für Unterricht und Prüfungen zur Verfügung steht.

Dieser Link führt zum Pressebericht der Südwestpresse vom 27. Febr. 2018.


Foto: Wolfgang Gauch

Rossinis Petite Messe solennelle in der Tübinger Stiftskirche

In einem umjubelten Konzert im Rahmen der Motette in der Tübinger Stiftskirche am 27. Januar 2018 führte der gemeinsame Hochschulchor der Kirchenmusikhochschulen Rottenburg und Tübingen unter der Leitung von Prof. Alexander Burda Gioachino Rossinis Petite Messe solennelle auf und präsentierte damit die Früchte engagierter und intensiver Arbeit der beteiligten Studenten im ausklingenden Wintersemester. Mit Prof. Jens Wollenschläger am neuen Bösendörfer-Flügel der Tübinger Stiftskirche und Gabriel Moll (MA Orgel, HfK Rottenburg) am Harmonium sowie den Solisten Nora B. Hagen, Anne Greiling, Stephan Frieß und Thomas Scharr standen dem Chor sechs wundervolle musikalische Partner zur Seite.

 

Dazu schreibt die Südwestpresse 29. Januar 2018:

„Dank gebührt den Hochschulen für Kirchenmusik und der Motette, dass sie zum freien Spendeneintritt derartige Großprojekte, quasi eine ‚Doppelmotette‘ stemmen. Publikumszuspruch belohnt das: bis in Seitenschiffe und Emporen war die geräumige Stiftskirche gefüllt, sogar in die Nachbarkreise hat sich die Qualität der Aufführungen unter Christian Fischer und Alexander Burda, der diesmal dirigierte, herumgesprochen. Burda ließ ganz selbstverständlich entspannt Flügel (Jens Wollenschläger) und Harmonium (Gabriel Moll) aus piekfeinem piano in die Kirchenakustik hineinwachsen, wobei diese sich als sehr Flügel-förderlich erwies. Feinste Nuancen, aber auch adäquates Gegengewicht zum tosenden Tutti des Chores waren kein Problem, das Harmonium fügte sich als Bläserersatz und Chorstütze farbig ein. […]

Konzentriert agiert der Chor, nach längeren Solopassagen stets frisch zupackend und dramatisch klangvoll bis zu den Credo-Einwürfen und dem großartigen ‚Dona nobis pacem‘. In jedem Einzelton spürt und hört man, dass hier eine Gemeinschaft musikalisch intelligenter Sänger am Werke ist.

Im Agnus Die konnte man nochmals die Opernweite der strahlenden, in Tiefe und Belcanto-Figuren tragfähigen Altstimme von Anne Greiling bewundern, die mit ihren Kollegen ein erfreulich homogenes Quartett bildete. Da finden sich Sänger zusammen, die den idealen Mittelweg zwischen Oper und Konzertklang beschreiten können.

Thomas Scharrs Barbiere-Bariton zeigt im Quoniam mit seinem ‚fratelli d’Italia‘-Vorspiel metallenen Schmelz, Tenor Stephan Frieß spielt die Italianità des ‚Domine Deus‘ genussvoll aus […]. Nora B. Hagen legt ihre kopfige Sopranstimme behaglich leicht über das Ensemble, bittet in der […] Solohymne […] kraftvoll um Hilfe. […] Jubelnder Beifall.“


Workshop mit Alastair Thompson am 28. Nov. 2017

Alastair Thompson, als Tenor Gründungsmitglied der berühmten „King's Singers“ und später Dozent für Gesang an mehreren deutschen Hochschulen, begeisterte am 28. November in einem ganztägigen Workshop die Rottenburger Chorleitungs-Studenten und Gäste der Tübinger Partnerhochschule. Ob in der Arbeit mit Dirigenten vor dem Chor oder mit kleinen Vokalensembles aus den Reihen der Studierenden, die sich eigens für den hohen Besuch zusammengefunden hatten: Immer verstand es Alastair Thompson die Suche nach einem lockeren, homogenen und ausdrucksvollen Ensembleklang mit Anspruch und Freude zu vermitteln. Dank an das Amt für Kirchenmusik für die Ermöglichung des Workshops und Dank an Alastair Thompson für einen schönen und motivierenden Tag!