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Nachhören: Orgelkonzert mit Johannes Matthias Michel

Sonntag - 9. Mai 2021 - 17 Uhr

Johannes Michel zählt zu den bedeutenden deutschen Organisten der Gegenwart mit einem besonderen Schwerpunkt beim Repertoire der Spätromantik - insbesondere gilt er als Spezialist für das Werk Sigfrid Karg-Elerts. Auch als kreativer Komponist und Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz ist er bekannt. Seit vielen Jahren wirkt er als Landeskantor der evangelischen Kirche in Nordbaden an der Christuskirche in Mannheim mit ihrer bedeutenden historischen Orgel.  

Programm

  • J. S. Bach (1685-1750) - Präludium und Fuge e-Moll (BWV 548)
  • Justin Heinrich Knecht (1752-1817) - Cantabile G-Dur / Cantabile d-Moll
  • Johannes Matthias Michel (*1962) - aus dem Orgelbuch21
    • Toccata "In Unum Deum"
    • Tierce en Taille
    • Scherzo
    • Toccata Campanella
  • Sigfried Karg-Elert (1877-1933) - Three New Impressions (Op. 142)
    • 1. Stimmen der Nacht
    • 2. Valse Mignonne
    • 3. Romantisch

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und Ihre Spende:

Diözese Rottenburg-Stuttgart
IBAN: DE74 6039 1310 0024 2000 00
Verwendungszweck: Spende Orgelkonzert am 09.05.2021

Nachhören: Mössinger Orgelfrühling mit Master-Student Jonathan Ferber

Jonathan Ferber, Student im Masterstudiengang Orgelliteratur mit Orgel in der Klasse von Domorganist Prof. Ruben Sturm und Cembalo in der Klasse von Rektor Prof. Stefan Palm spielt im Rahmen seiner Abschlussprüfungen ein Programm mit Orchester.

Da die Öffentlichkeit vor Ort nicht möglich ist, freuen wir uns das Konzert im Livestream anbieten zu können.

Auf dem Programm stehen:

  • J.S. Bach - Konzert in C-Dur für zwei Cembali, Streicher und Basso continuo BWV 1061
  • W.A. Mozart - Streichquartett in Bb-Dur KV 458 'Jagdquartett' 
  • G.F. Händel - Orgelkonzert in F-Dur mit Orchester HWV 292

Rottenburger Orgelkonzerte 2021

Auch im Jahr 2021 werden wieder hochkarätige Orgelkünstler aus Nah und Fern ein Gastspiel in der Bischofsstadt am Neckar geben.

Der erste Konzerttermin mit dem künstlerischen Leiter Domorganist Ruben Sturm am 7.März muss jedoch leider aufgrund der weiterhin geltenden Beschränkungen im Kulturbereich ausfallen. An diesem Sonntag werden jedoch die beiden Gottesdienste im Dom um 9.30 Uhr sowie um 19 Uhr als Orgelmesse besonders ausgestaltet: Hierbei erklingen im Rahmen der Liturgie Orgelwerke aus verschiedenen Epochen, darunter als Uraufführung einige der „Liturgical Cutscenes“ des Rottenburger Komponisten Mathias Rehfeldt. Das Hochamt um 9.30 Uhr wird auch live im Internet unter www.drs.de übertragen.

In der kommenden Saison sollen auch zwei der ausgefallenen Konzerte von 2020 nachgeholt werden: Mit Jean-Paul-Imbert am 18.April und mit Baptist-Florian Marle-Ouvrard am 24.Oktober, beide aus Paris! Die Konzert-Abo-Besitzer von 2020 können für die beiden ausgefallenen Konzerte zwei der diesjährigen nach eigener Wahl besuchen.

Neben einem Gastspiel des kreativen Mannheimer Organisten und Komponisten Johannes Michel am 9.Mai werden die Auftritte der beiden Domorganisten aus Hamburg und Wien weitere Höhepunkte versprechen: Eberhard Lauer, Dommusikdirektor an der Elbe und weitgereister Konzertorganist wird am 21.November im Rottenburger Dom spielen während der Organist des berühmten Stephansdoms der österreichischen Metropole das mittlerweile traditionelle Orgelkonzert zum Abschluss des Nikolausmarktes am 5.Dezember übernimmt.

Abgerundet wird das Jahresprogramm durch ein Konzert für Saxophon und Orgel zum Patrozinium der Morizkirche am 26.September. Ausführende sind die Saxophonistin Jolanta Lerch und der Rektor der Rottenburger Kirchenmusikschule Prof. Stefan Palm.

Das Jahresprogramm liegt ab sofort in den Rottenburger Kirchen und bei der WTG aus. Bitte beachten Sie auch die zeitnahen Ankündigungen in der Presse, ob die Konzerte tatsächlich stattfinden können! Aufgrund der schwierigen Planung in der Zeit der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr leider kein Vorverkauf möglich. Es wird ausschließlich Einzelkarten (zu 10 bzw. 7 Euro) für die jeweiligen Konzerte an der Abendkasse geben. Hier erfolgt auch die Dokumentation der Besucher entsprechend der aktuell geltenden Hygienevorschriften.


Studienjahr 2020/2021

 

Wechsel in der Assistenz der Hochschulleitung

Der langjährige Assistent des Rektorats Matthias Heid verlässt die Hochschule für Kirchenmusik und tritt eine Kirchenmusikerstelle in Gauting (Bayern) an.

Herr Matthias Heid war vom 1. Juni 2010 bis zum 31. Dezember 2020 als Assistent der Hochschulleitung der Hochschule für Kirchenmusik angestellt. Außerdem war er Geschäftsführer beim Cäcilienverband (2020-2014), Bibliothekar der Hochschule (2003-2010) und Geschäftsführer beim Projekt „Neues Gotteslob“ (2006-2014).

Am 16. Dezember 2020 hatte Matthias Heid seinen letzten Arbeitstag. Durch die aktuellen Coronaverordnungen war es leider nicht möglich ihn angemessen mit einer großen Veranstaltung zu verabschieden und seinen außerordentlichen Einsatz für die Hochschule zu würdigen. Die Hochschulleitung, Dozierende und Studierende sind ihm zu größtem Dank verpflichtet und bedauern seinen Weggang sehr.

Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute und Gottes Segen!

Sein Nachfolger, Andreas Großberger wurde von Matthias Heid bereits eingeführt und wird ab sofort dessen Arbeit an der Hochschule übernehmen.

Andreas Großberger studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart katholische Kirchenmusik, Bachelor und Master Gesang sowie Master Chorleitung. Er war Stipendiat des "Rotary Club Ansbach", sowie als Chordirigent Stipendiat der Chorakademie des SWR-Vokalensembles unter der Leitung von Marcus Creed. Bis Juni 2016 wirkte er als Domkantor an der Konkathedrale St. Eberhard Stuttgart und ist nun freiberuflicher Chorleiter (KonzertChor Stuttgart, Kammerchor stuttgart vokal), Sänger und Stimmbildner. Weitreichende Erfahrung kann er vorweisen im Bereich Organisation, Verwaltung und Projektmanagement. Für die unter anderem für einen Musiker ausgeschriebene Assistentenstelle der Hochschulleitung der HfK Rottenburg bringt er damit die besten Vorraussetzungen mit.

Wir wünschen ihm einen guten Start.


Neues Statut und überarbeitete Studienordnung

Am 1. Oktober 2020 trat das neue Statut der Hochschule für Kirchenmusik sowie die umfangreich überarbeitete Studienordnung (ISPO) in Kraft. Als weitere Masterstudiengänge werden nun auch Gesang/Gesangpädagogik und Chorleitung an der Hochschule angeboten.



Neue Dozentin für Klavier - Kerstin Mörk

 

Mit dem Sonderpreis für Liedbegleiter beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst und dem Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet, macht die Pianistin Kerstin Mörk mit einem breit gefächerten Repertoire von Sololiteratur, Kammermusik und Liedern sowie durch ihre hochgelobten CD-Aufnahmen nachhaltig auf sich aufmerksam. Engagements führten sie unter anderem in die Liederhalle Stuttgart, die Semper Oper Dresden, zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie zum Ljubljana Festival. Kerstin Mörk erhielt ihre Ausbildung an der Musikhochschule Stuttgart und am Cnsmdp in Paris sowie in der Meisterklasse von Prof. Bernd Glemser an der Musikhochschule Würzburg.

Wichtige Impulse als Kammermusikerin bekam sie im Masterstudium Liedgestaltung bei Cornelis Witthoefft, vom Fauré-Quartett, Tabea Zimmermann und den Liedpianisten Wolfram Rieger, Helmut Deutsch und Gerold Huber.

Als Klavierpädagogin setzt sich Kerstin Mörk mit den verschiedenen europäischen Traditionen auseinander. Durch ihre Beschäftigung mit Körperarbeit vermittelt sie eine gesunde Spielweise und ein organisches Musizieren durch den Einklang von Körper und Instrument.Kerstin Mörk war Lehrbeauftragte für Vokalkorrepetition an der Musikhochschule Stuttgart bevor sie 2017 eine Stelle als Dozentin für Korrepetition an der Kunstuniversität Graz antrat. Seit Oktober 2020 unterrichtet sie nun als Dozentin für Klavier an der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg.

Herzlich Willkommen!

Die Schola des Meisterkurses singt unter Leitung von Prof. Dr. Inga Behrendt auf der Empore der St. Moriz-Kirche, Rottenburg

Meisterkurs Praxis Gregorianischer Choral, 23.–25. Oktober 2020 in Rottenburg

„Nur eines erbitte ich vom HERRN, danach verlangt mich: zu füllen das Haus des HERRN trotz Corona mit Musik zu seinem Lobe.“ – Meisterkurs Praxis Gregorianischer Choral, 23.–25. Oktober 2020 in Rottenburg

Abstand, Aerosole, Lüften, kleine Gruppen – davon können (Kirchen-)Musikerinnen und Musiker in Pandemiezeiten im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied von singen. So lässt sich das Graduale Unam petii in dieser Zeit vielleicht abwandeln und könnte lauten: „Nur eines erbitte ich vom HERRN, danach verlangt mich: zu füllen das Haus des HERRN trotz Corona mit Musik zu seinem Lobe.“

Eine ganz besondere Freude war es daher, dass der Meisterkurs Praxis Gregorianischer Choral in diesem Jahr dennoch stattfinden konnte. Im Rottenburger Hirscherhaus trafen sich am 23. Oktober elf choralbegeisterte Männer und Frauen, um das Wochenende intensiv dem Gregorianischen Choral und vor allem den Gesängen des 30. Sonntags im Jahreskreis zu widmen.

Der Kurs unter der Leitung von Prof*in. i. K. Dr.*in Inga Behrendt und Prof. Dr. Christoph Hönerlage trug den Titel „Von der Analyse zur Interpretation – Sologesang und Scholaleitung auf semiologischer Basis“. Ziel war es, ein vertieftes Verständnis dafür zu entwickeln, dass die sorgfältige Analyse des Wort-Ton-Verhältnisses eines Gesangs auf der Basis des semiologischen und modologischen Befunds, der liturgischen Funktion und der daraus resultierenden Form, des Vertonungsstils und der Kompositionstechnik die unabdingbare Voraussetzung für die gestische und mimische Interpretation bei der Scholaleitung bildet. Neben einer passiven Teilnahme, die aus dem Singen in der Schola bestand, gab es für aktiv Teilnehmende intensives Dirigat-Coaching, welches dabei helfen sollte, dem Fluss und der Lebendigkeit der Musik entsprechend der in der Analyse erarbeiteten Erkenntnisse noch besser Ausdruck zu verleihen. Die verschiedenen Aspekte und Schritte einer solchen Analyse wurden in einem Vortrag von Prof. Hönerlage anhand der im Kurs bearbeiteten und gesungenen Propriumsgesänge der Messe vom 30. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr B) exemplarisch demonstriert.

Sängerinnen und Sängern, die solistische Teile übernahmen, erhielten Einzelprobezeit mit einem der beiden Leiter*innen des Kurses.Wegen Corona-Bestimmungen wurde die Zahl der Teilnehmenden beschränkt. Ein detailliert ausgearbeiteter Zeitplan ermöglichte regelmäßige Lüftungspausen, teilweise wurde bei strahlendem Herbstwetter im Garten des Priesterseminars geprobt. Dank der großartigen Organisation konnte das Wochenende auch unter diesen Bedingungen reibungslos ablaufen.

Der Meisterkurs stand ganz unter dem Motto der Freude am Choral. Gemeinsames Singen brachte Freude in die Herzen der Teilnehmenden, welche abschließend eine Steigerung erfuhr, wie sie sich auch in den Gesängen des 30. Sonntags im Jahreskreis wiederfindet: Aus dem Laetetur, dem reinen „Freuen“ im Introitus wird schließlich in der Communio ein Laetabimur, also ein „Frohlocken“. So bildete den Abschluss und Höhepunkt des Meisterkurses die Mitgestaltung der Sonntagsmesse in St. Moriz in Rottenburg. An der Orgel setzte KMD Anton Aicher feierliche Akzente. Den ersten Teil des Gottesdienstes gestaltete die Frauenschola, nach dem Credo gab es auf der Empore fliegenden Wechsel und die Männer übernahmen. Im Text des anspruchsvollen Offertoriums Domine vivifica me heißt es: „Herr, belebe mich nach deinem Wort, damit ich deine Weisungen erkenne.“ Über eben diese Weisungen des Herrn predigte Weihbischof em. Dr. Johannes Kreidler, dem es mit warmen und ermutigenden Worten gelang, den Mitfeiernden die Weisung Jesu zu Gottes- und Nächstenliebe näher zu bringen.

In Gesprächen unter den Teilnehmenden des Kurses wurde immer wieder betont, wie gut sich Choral gerade in diesen Zeiten eigne, in den Gottesdiensten wieder mehr zu erklingen, da er schon von seinem Wesen her darauf angelegt ist, von kleinen Gruppen gesungen zu werden, keine Instrumentalbegleitung braucht und es durch die enge Verbindung von Text und Melodie auch allein durch Zuhören gelingen kann, zu innerer Anteilnahme zu gelangen. So hat der Meisterkurs dazu beigetragen, choralgeisterte Männer und Frauen zu unterstützen, die diese Impulse und damit den Choral zurück in ihre Heimatgemeinden tragen können, um dort durch die Musik die Weisung Jesu zu erfüllen: in Nächstenliebe für die Menschen und in Gottesliebe zu Seinem Lob zu musizieren.

Ruth Schiebel, Pastoralassistentin in der Seelsorgeeinheit Albstadt Talgang (Diözese Rottenburg-Stuttgart)


Johannes Tress, Yani Eisah, Inga Behrendt (Februar 2020) – Von November 2018 bis Frühjahr 2020 wurde der wöchentliche Klavierunterricht von Yani Eisah finanziert. Wir bedanken uns bei Yani und seinen Eltern, das Foto zeigen zu dürfen.

Engagement für Flüchtlingskinder – Rückblick auf ein mehrjähriges Projekt der Rottenburger Hochschule für Kirchenmusik

Von Frühjahr 2016 bis Ende Januar 2020 engagierte sich die Kirchenmusikhochschule aktiv in mehreren Projekten für Flüchtlingskinder.

Chorproben mit Flüchtlingskindern

Landrat Joachim Walter, der frühere Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Rottenburger Hochschule für Kirchenmusik, stellte im Jahr 2015 zur Zeit der großen Flüchtlingswelle die Idee eines Kinderchorprojektes für Flüchtlingskinder vor. Ein damaliger Student, heute Absolvent der Hochschule, Johannes Tress, ließ sich von dieser Idee begeistern. Er leitete zwischen Februar und Juli 2016 Chorproben mit den Flüchtlingskindern, die im ehemaligen DHL-Gebäude in Rottenburg untergebracht waren.

Unterstützt wurde er dabei von den Dozierenden Peter Lorenz und Inga Behrendt, von der Studierenden Verena Westhäußer sowie dem Koordinator der Stadt für Flüchtlingsprojekte Wolfgang Jüngling. Aufgrund der finanziellen Unterstützung des Projektes durch den Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke OEW Energie Beteiligungs GmbH konnte Johannes Tress ein Honorar für die Chorproben bezahlt werden. Dafür bedanken wir uns sehr!

Die Chorproben, die Johannes Tress mit den Kindern durchführte, waren voller Trubel. Es kamen 20 bis 25 Kindern zusammen im Alter von fünf bis 12 Jahren aus verschiedensten Ländern, darunter Syrien, Irak und der Türkei. Viele Kinder sprachen Arabisch. Gesungen wurden „Bruder Jakob“ und andere leichte Gesänge, die mit Gesten im Kreis stehend auswendig eingeübt wurden. Johannes Tress beschrieb seine Erfahrung so: „Die Verständigung geht ohne Probleme über das gemeinsame Singen. Bilder von Tieren werden gezeigt, deren Namen in den Liedern vorkommen. So lernen die Kinder auch ein wenig Deutsch, und dies ganz ohne Unterrichtsatmosphäre. – Wir sind sehr froh, dass wir diese reiche Erfahrung mit den Kindern haben dürfen, und merken auch, wie wichtig und lohnend das unbeschwerte gemeinsame Singen für die Flüchtlingskinder ist.“

Musikunterricht für Flüchtlingskinder

Als im Sommer 2016 die kinderreichen Familien das DHL-Gebäude verließen, musste das Kinderchorprojekt beendet werden. Im Juli 2016 waren bei einem Benefizkonzert im Dom St. Martin, das durch Mitglieder der Hochschule gestaltet wurde, Spendengelder für das Flüchtlingsprojekt gesammelt worden. Dieses Geld wurde großzügig durch eine private Spende von Bischof Dr. Fürst ergänzt. Weitere Spenden trafen von Hermann Abberger (Horb) und einer Person, die unbekannt bleiben will, ein. Wir bedanken uns sehr herzlich für die großzügigen Spenden!

Mit dem Geld wurde seit Dezember 2016 der wöchentliche Musikunterricht von drei Flüchtlingskindern an der städtischen Rottenburger Musikschule bezahlt. Die Studierenden Johannes Tress und Verena Westhäußer begleiteten die Kinder zu den ersten Unterrichtsstunden; sie halfen bei der Wahl des Instrumentes. Es wurden Noten gekauft, auch eine Querflöte. Zwei Gitarren für die ersten Schritte am Instrument wurden gespendet. Schließlich endete das Flüchtlingsprojekt zum 31. Januar 2020 mit dem Auslaufen der Spendengelder.

 Inga Behrendt, Juli 2020


Zur Überreichung der Ernennungsurkunde sind im Bischofshaus zusammengekommen (von links): Susanne und Wolfgang Weis, Bischof Dr. Gebhard Fürst, Alexander Burda, Inga Behrendt, Ruben Sturm und Hochschule-Rektor Stefan Palm. Bild: DRS/Gregor Moser

Wolfgang Weis, Dozent für Musiktheorie und Liturgisches Orgelispiel, wird zum Professor ernannt.

Anlässlich einer kleinen Feierstunde überreichte Bischof Gebhard Fürst am Mittwoch, 15. Juli 2020 die Ernennungsurkunde zum Professor an der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart an Wolfgang Weis.

Wolfgang Weis unterrichtet seit Oktober 2019 die Fächer Musiktheorie, Liturgisches Orgelspiel und Orgelkunde an der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Gebürtig aus Bad Staffelstein/Oberfranken erhielt er seine erste musikalische Ausbildung am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen. Weis begann seine Studien mit Schulmusik für das Lehramt an Gymnasien mit Hauptfach Klavier an der Hochschule für Musik Würzburg. Ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Montpellier diente dem Studium französischer Orgelmusik bei Luc Antonini. Hierauf setzte Wolfgang Weis sein Studium mit Jazz-Klavier bei Christine Schneider und Katholische Kirchenmusik A bei Prof. Christoph Bossert in Würzburg fort. Eine Assistenzstelle führte ihn für ein Jahr als Organist an die Stiftsbasilika St. Martin in Landshut. Seit 2008 war Wolfgang Weis über zehn Jahre lang als Regionalkantor, Münsterorganist und Chorleiter am Hl.-Kreuz Münster in Rottweil tätig. Als Arrangeur und Komponist liefert er regelmäßig Beiträge für verschiedene Chorbesetzungen, sowie für Orgel. Künstlerische Auftritte als Organist in Liturgie und Konzert rundet seine Tätigkeiten ab.

 

 


„Wie Musik unser Leben verändern kann“

Mit diesem Titel ist ein Artikel über Musik im Kath. Sonntagsblatt (48/2019) der Diözese Rottenburg-Stuttgart erscheinen. Der Autor ist Chorleitungsdozent Prof. Alexander Burda der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgar.

Über diesen Link können Sie den interessanten Artikel lesen.


Meisterkurs „Spanische Orgelmusik“ mit Guy Bovet (Neuchâtel/Schweiz)

Wirklich meisterhaft!

Zwei Tage lang (25. & 26. Juni 2019) weihte Guy Bovet (Neuchâtel/Schweiz) die Studenten in die Kunst der spanischen Orgelmusik ein. An einer Stilkopie einer iberischen Barockorgel des 17. Jahrhunderts, die vom Orgelbauer Joaquín Lois Cabello aus Tordesillas, Valladolid (Spanien) erbaut wurde, wurden folgende Orgelwerke erarbeitet:

  • Cabezón: „Pavana con su glosa“
  • Aguilera de Heredia: ein „Tiento de bajo“ und „Ensalada“
  • Correa de Arauxo: ein „Tiento de tiple“ und „Tiento de 4° tono a modo de canción“
  • Cabanilles: ein „Tiento de falsas“ und „Passacalles II“, eine „Batalla“

Als Höhepunkt und Abschluss des Meisterkurses präsentierte er ein glanzvolles Konzert mit iberischer Orgelmusik auf der spanischen Orgel von Joaquin Lois in der St. Theoderich Kapelle.


Verena Westhäußer nimmt Ulrika-Nisch-Preis für Kirchenchor entgegen

Verena Westhäußer, Rottenburger BA-Studierende und Kirchenmusikerin in Steinhausen, erhielt zusammen mit Tobias Bär, Leiter des Biberacher Hospizes, den Ulrika-Nisch-Preis. Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin übergab den Preis, der jeweils 5000 EURO umfasst, am 13. Januar 2019. Verena Westhäußer erläuterte, dass das Geld in Steinhausen/Muttersweiler für Notenkäufe und die Finanzierung von Orchestermessen verwendet werden wird.

Zum Zeitungsberericht über die Verleihung des Preises.


Benefizkonzert in der Weihnachtszeit Michael Heißel und Anna-Maria Brym musizierten für kranke Kinder.

Ein Benefizkonzert in der Weihnachtszeit für kranke Kinder gestalteten zwei Rottenburger BA-Studierende – Michael Heißel (Orgelspiel), Anna-Maria Brym (Sologesang) – in der Stadtkirche St. Leodegar in Gammertingen. Den Erlös von 580 EURO übergaben sie an „Hilfe für kranke Kinder“/Stiftung in der Uni-Kinderklinik Tübingen.

 

 


Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg bei der Scheckübergabe in der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg: (vli.) Dr. Maximilian Binzer (Stiftungsvorstand); Prof. Ruben J. Sturm; Petra Reutter (Regionaldirektorin)

SpendenAdvent 2018 der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung

Der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg erhält 500 Euro für die Anschaffung eines Klaviers zur Unterstützung des Musikunterrichts.

Im Rahmen der Aktion „SpendenAdvent“ schüttete die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung über die Adventszeit einen Spendenbetrag von insgesamt 114.500 Euro aus. Mit den aus dem Zweckertrag des VR-GewinnSparens stammenden Fördermitteln werden soziale, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Projekte im Geschäftsgebiet der Bank unterstützt und prozentual nach Anzahl der VR-GewinnSparlose auf die drei Regionen aufgeteilt. Somit wurde die Region Herrenberg mit 41.500 Euro, die Region Nagold mit 45.500 Euro und die Region Rottenburg mit 27.500 Euro bedacht.

Insgesamt wurden 253 Bewerbungen für eine Spende eingereicht. 120 regionale Vereine und Institutionen wurden von den Regionalkuratorien, bestehend aus Aufsichtsräten, Beiräten und den Regional-Direktoren der Volksbank, im Dezember 2018 ausgewählt. Einen Spendenscheck über 500 Euro konnte auch Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg bei der Abschlussveranstaltung am 20. Dezember 2018 entgegennehmen. Dank dieser großzügigen Spende kann die Anschaffung eines Klaviers zur Unterstützung des Musikunterrichts nun in Angriff genommen werden.


Entsendung der Kirchenmusiker

Am 24. November wurden in einem feierlichen Gottesdienst die Kirchenmusikerinnen und -musiker von Ordinariatsrat Dr. Gerhard Schneider entsendet. Die Feier fand um 16.00 Uhr im Dom St. Martin in Rottenburg statt und wurde musikalisch von den Teilnehmern der Teilbereichsqualifikations-Ausbildung, der C-Ausbildung und Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik gestaltet. Die musikalische Leitung hatten Prof.  Dr. Inga Behrendt und Prof. Alexander Burda.

Die Hochschule für Kirchenmusik gratuliert herzlich allen Absolventen der C-intern- und der C-extern-Ausbildung sowie der Teilbereichsqualifikationsausbildung (TbQ).


Oratorum „Paulus“ von F. Mendelsohn Barholdy am 17. Nov. 2018 Studierende dirigierten erfahrene Musiker im Rottenburger Dom

Artikel der Südwestpresse von Dunja Bernhard

Beim Paulus-Oratorium am Samstag im Rottenburger Dom trafen der Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart und die Kammerphilharmonie Mannheim, zwei erfahrene Ensembles, auf junge Dirigenten der Kirchenmusikhochschule Rottenburg. „Ein neues Format“, sagte Prof. Alexander Burda, Leiter der Oratorienklasse. Für die angehenden Kirchenmusiker sei es eine große Herausforderung – die sie hervorragend meisterten. Ohne Scheu, einfühlsam und zugleich fordernd leiteten sie Instrumentalisten, Chor und Solisten. Heike Beckmann war kurzfristig als Sopranistin eingesprungen, mit sehr klarer und zugleich weicher Stimme. Tenor Jürgen Ochs überzeugte mit Klangvolumen und Ausdrucksstärke. Den Bass-Part übernahm Thomas Scharr. Felix Mendelssohn Bartholdys Paulus-Oratorium ist ein Jugendwerk des großen Komponisten und steht in der Tradition der spätbarocken Oratorien von Händel und Bach. Das Kernstück bildet der bekannte Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, sehr schön und geschlossen vom Figuralchor vorgetragen. Sehr harmonisch wirkten die Sänger mit dem agilen und dynamisch  fein agierenden Orchester zusammen. Die studentischen Dirigenten reihten sich nach ihrem Dirigat in den Chor ein. Einige von ihnen übernahmen Solo-Parts. Die rund 120 Zuhörer erlebten ein sehr stimmiges Konzert. Dieses neue Format darf gern wiederholt werden, mit mehr Musikliebhabern in den Bankreihen. Am Sonntag gaben Chor und Orchester das Paulus-Oratorium in der Stuttgarter Gedächtniskirche; dann unter der Leitung von Alexander Burda. 

www.tagblatt.de/Nachrichten/Studierende-dirigierten-erfahrene-Musiker-im-Rottenburger-Dom-394510.html


Stilkopie einer iberischen Barockorgel des 17. Jahrhunderts / Orgelbauer Joaquín Lois Cabello
(c) Hochschule für Kirchenmusik

Nachbau einer spanischen Barockorgel des 17. Jhd. in der St. Theorderich Kapellle

Zur Zeit befindet sich in der Theoderichskapelle in Rottenburg eine spanische Orgel. Diese Orgel ist als Stilkopie einer iberischen Barockorgel des 17. Jahrhunderts im Jahre 2010 neu erbaut worden. Der Orgelbauer ist Joaquín Lois Cabello aus Tordesillas, Valladolid (Spanien). Er hat sich zur Aufgabe gemacht, die iberische Orgelbaukunst und Orgelkunst weiter zu verbreiten und bekannt zu machen.

Die iberische Orgelkultur ist sehr speziell und hat bislang noch keinen Niederschlag in den Lehrplänen der Musikhochschulen gefunden. Auch im Konzertleben spielen sie eine eher nebensächliche Rolle. Der Orgelbauer Joaquín Lois hat sich daher – mit viel Idealismus – zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern: Er stellt sein hochwertiges Instrument Musikhochschulen jeweils für etwas ein Jahr KOSTENLOS zur Verfügung. Die Institute tragen jeweils nur die Kosten für Transport und Aufbau. Der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg e.V. hat dieses Projekt großzügig unterstützt.

Felipe López aus Madrid konzertiert am 17. Oktober 2018 um 19 Uhr in der St. Theoderich Kapelle (Seebronner Str.) und bringt spanische Orgelmusik zu Gehör. Spanische Orgelmusik auf der historischen Orgel


Zweiten Preis für Jana Gropp, Sopran (links) und Theresa Hagmeyer, Orgel / (c) Hochschule für Kirchenmusik

Internationaler Wettbewerb für Duo Orgel/Gesang in Neuss

Beim 4. Internationalen Wettbewerb für Duo Orgel/Gesang in Neuss wurde Theresa Hagmeyer mit ihrer Duopartnerin Jana Gropp, Sopran sowohl mit dem zweiten Preis der Jury als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 20 Duos aus Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien und Korea hatten sich angemeldet. 10 Duos wurden nach der Vorauswahl per Tonaufnahme zugelassen, vier Duos erreichten das Finale.
Theresa Hagmeyer (Orgelklasse Prof. Stefan Palm) studiert im 8. Semester BA in der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart.


Asuka Kuroyanagi-Santurri und Sebastian Herrmann als Chorleiter erfolgreich

Asuka Kuroyanagi-Santurri wurde diesen Sommer zur neuen Leiterin des Kammerchores „Jubilate“ in Schwäbisch Hall gewählt, Sebastian Herrmann wird neuer Leiter des Universitätschores Stuttgart-Hohenheim in der Nachfolge von Walter Pfohl. Beide konnten im Berufungsverfahren mit mehreren Mitbewerbern überzeugen und freuen sich auf ihre neuen Aufgaben.

Asuka Kuroyanagi-Santurri und Sebastian Herrmann studieren in der Chorleitungs- bzw. Oratorienklasse von Prof. Alexander Burda, Asuka Kuroyanagi-Santurri im Aufbaustudiengang Chorleitung, Sebastian Herrmann im Rahmen der Partnerschaft mit der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen. Beide werden bei der anstehenden „Paulus“-Aufführung am 17. November im Dom St. Martin in Rottenburg als Dirigenten mitwirken.