Leitbild

Leitbild der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirchlich

Unsere Hochschule steht im direkten Austausch mit Herrn Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, der im Haus das Fach Liturgik unterrichtet. Dies ist uns eine besondere Ehre!

Dommusik, Dompfarrgemeinde & Hochschule – Die Rottenburger Kirchenmusikhochschule ist verbunden mit der Dompfarrgemeinde und der Dommusik St. Martin in Rottenburg. So gestalten Studierende in regelmäßigen Abständen Gottesdienste und Tagzeitengebete in der Domkirche St. Martin. Bei den Gottesdiensten lässt sich die ganze Bandbreite von schlichten bis zu kirchenmusikalisch anspruchsvoll gestalteten Gottesdiensten auf natürliche Weise erfahren.

Domorganist Ruben Sturm, der als hauptamtlicher Professor für Orgel an der Hochschule tätig ist, leitet als Künstlerischer Leiter die Konzertreihe Rottenburger Orgelkonzerte an der Sandtner-Orgel im Dom St. Martin. Mit den Konzerten der international bekannten Orgelinterpreten, die in dieser Konzertreihe auftreten, sind häufig Meisterkurse verbunden, an denen vorrangig Studierende der Hochschule teilnehmen.

Ebenfalls engen Kontakt pflegt die Hochschule mit dem Priesterseminar der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Gemeinsame Gottesdienste mit den Priesteramtskandidaten werden regelmäßig gefeiert.

 

 

Künstlerisch

Die Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart bietet folgende Studiengänge an:

– Bachelor (BA) Studiengang (allgemeines Profil)
– Master (MA) Studiengang (allgemeines Profil)
– MA mit Schwerpunkt Chorleitung
– MA mit Schwerpunkt Orgelliteraturspiel
– MA mit Schwerpunkt Liturgisches Orgelspiel
– MA mit Schwerpunkt Gregorianik/Dt. Liturgiegesang
– Künstlerische Ausbildung (KA)-Studiengang Chorleitung
– KA-Studiengang Orgelliteraturspiel
– KA-Studiengang Liturgisches Orgelspiel
– KA-Studiengang Gesang/Gesangspädagogik
– KA-Studiengang Gregorianik/Dt. Liturgiegesang
– KA-Studiengang Klavier

Ein besonderes Rottenburger Spezifikum ist die C-Ausbildung im sogenannten internen C-Kurs.
Wie in einem freiwilligen sozialen Jahr können musikalisch begabte und an der Kirchenmusik interessierte junge Menschen zwei Semester lang den Hochschulalltag miterleben und am Ende des Studienjahres ihre C-Prüfung machen. Dieses Angebot wird oft genutzt von Quereinsteigern in das Musikfach und häufig hat die Hochschule auf diese Weise schon sehr fähige junge Menschen für die Kirchenmusik begeistern können. Erwähnt soll auch werden, dass die Hochschule bei besonderer künstlerischer Eignung auch junge Kandidaten ohne Abitur in den BA-Studiengang aufnimmt.

Die BA-Ausbildung bietet neben dem üblichen Pflichtkanon folgende Rottenburger Spezifika:

Neben dem regulären Klavierunterricht werden popularmusikalische Fächer im Pflichtbereich angeboten, darunter im 2. und 3. Semester JazzPiano mit 30 Minuten Einzelunterricht bei Martin Johnson. So möchten wir reagieren auf die immer wichtiger werdende Spielpraxis der Pop-Improvisation und des Pop-Arrangements in den Kirchengemeinden.

Stimmbildung wird in Rottenburg groß geschrieben! – Rottenburger Studierenden besuchen drei Semester das Fach Chorische Stimmbildung bei Christine Müller. Workshops mit im Bereich der Kinderstimmbildung erfahrenen Dozenten werden regelmäßig angeboten. Zusätzlich gehören zum regulären Studienablauf die Fächer Sprechen und Stimmphysiologie, die von Luise Wunderlich unterrichtet werden.

Die Fächer Klaviermethodik/Didaktik, Klaviermethodik/Hospitation und Klaviermethodik/Lehrprobe (Wahlbereich, Sabine Böpple-Imlau) bieten den Studierenden die Möglichkeit, erste pädagogische Erfahrungen im Bereich des Klavierunterrichts zu sammeln. Ebenfalls ein Angebot aus dem Wahlbereich der Studienordnung ist die Möglichkeit, während des Kirchenmusikstudiums ein weiteres Melodieinstrument zu erlernen.

Seit Jahren kooperiert die Rottenburger Hochschule für Kirchenmusik erfolgreich mit der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, deren Sitz in Tübingen, etwa 12 km entfernt von Rottenburg, ist. Dies zeigt sich im gemeinsamen Hochschulchor, im gemeinsamen Lehrangebot, in der zeitlichen Abstimmung von Lehrveranstaltungen, gemeinsam ausgerichteten Workshops und Veranstaltungen sowie gemeinsamen Hochschulfahrten.

Konzentriert

In Rottenburg wird jungen Menschen das breite Spektrum der kirchenmusikalischen Tätigkeiten näher gebracht. Der Studierende wird angeregt, sich selbst zu prüfen, in welchen Bereichen er besonders begabt ist, und gemeinsam wird erprobt, wie die Stärken gefördert werden können. Es geht um eine umfassende Förderung und nicht um das Erlernen eines vorgegebenen Musikerbildes.

Die Dozenten des Studierenden tauschen sich gezielt im Rahmen eines Mentoring Systems untereinander aus, was sich insbesondere in der Anfangsphase des Studiums bis zur Zwischenprüfung bewährt hat.
In konzentrierter Weise können in der Rottenburger Kirchenmusikhochschule schöne und reiche Erfahrungen mit Kirchenmusik gemacht werden – dies in den Übezeiten allein sowie in der Gruppe im Unterrichtsgeschehen und nicht zuletzt in der Liturgie, die wir insbesondere im Dom St. Martin und in dem Rottenburger Kapellenkranz (vgl. Urbs pia Rottenburg) feiern.

Dabei kann das hausinterne Wohnheim zu moderaten Mietpreisen und die gut sortierte Fachbibliothek im Haus mit Schwerpunkt im Bereich der Chorliteratur und im Gregorianischen Choral/Deutschen Liturgiegesang anregen, sich intensiv und konzentriert dem Studium zu widmen. Die Übräume sind rund um die Uhr zugänglich.

Kirchenmusikstudierende schnuppern Uniluft!Der Unterricht im Fach Musikgeschichte findet in Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Institut (MWI) der Eberhard Karls Universität Tübingen statt. Dies bedeutet, dass beispielsweise die zum BA-Studium Musikwissenschaft gehörige Vorlesung Musikgeschichte auch Teil des Bachelorstudiengangs Katholische Kirchenmusik ist. Der Übergang zum Musikwissenschaftsstudium wird so Kirchenmusikstudenten erleichtert. Denn bei Interesse, wenn beispielsweise nach dem Kirchenmusikstudium das Musikwissenschaftsstudium angehängt werden möchte, können einige Studienleistungen nahtlos angerechnet werden.